Rotohrara (Ara rubrogenys)
Rotohrara (Ara rubrogenys)
Die Heimat des Rotohraras befindet sich im östlichen Zentral-Bolivien (Süd-Chochabamba, Sündwest-Canta-Cruz, Nord-Potosi, Nord-Chuquisaca). Hier lebt er in Trockenwäldern sowie in Dornbuschsavannen. Der Bestand wird auf etwa 1000 bis 5000 Tiere geschätzt, was Ursache des Wildvogelhandels ist.
Sie ernähren sich in freier Wildbahn von Kakteen- und Wildfrüchten, gelegentlich fallen sie auch über landwirtschaftliche Anbaugebiete her und fressen dort Nüsse und Mais. Der Rotohrara erreicht eine Körperlänge von etwa 60 cm. Die Gefiedergrundfarbe ist oliv-grün, an Stirn und Scheitel sind die Federn rot, Flügeldecken und Unterflügeldecken sind orange, die Handschwingen und Handdecken blau. Es gibt keine äußeren Geschlechtsmerkmale. In Menschenhand ernährt er sich von Körnerfutter, frischem Obst und Gemüse und von Grünfutter. Zusätzlich kann man ihm Zusatzfutter in Form von frischen Obstzweigen, Grit, tierischem Eiweiß und halbreifen Maiskolben anbieten. Für die artgerechte Haltung empfiehlt sich zur Unterbringung eine Außenvoliere mit den Mindestmaßen von 4 x 2 x 2,5 m (L x B x H). In der Anfangszeit sollten importierte Tiere keinen Temperaturen unter 15 bis 20 Grad ausgesetzt werden, da sie sehr empfindlich sind. Tiere, die bereits akklimatisiert sind und auch Nachzuchten können bei etwa 10 Grad überwintern. Es ist zwar eine geeignete Bademöglichkeit anzubieten, aber Rotohraras haben nur ein sehr geringes Badebedürfnis. Sie sind allerdings sehr nagefreudig, weshalb ihnen ausreichend frische Zweige bzw. Äste oder auch morsches Holz zur Verfügung stehen sollten. Der Rotohrara sollte aus Artenschutzgründen möglichst nur zu Zuchtzwecken gehalten werden.
