Milben
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Milben und Federlinge
Federlinge
Federlinge gehören zu den Ektoparasiten. Es handelt sich dabei um flügellose Insekten, die im Gefieder der Papageien leben und sich von den Federn ernähren. Federlinge sind aufgrund einer Körpergröße von maximal drei Millimetern mit dem bloßen Auge erkennbar – vorausgesetzt, man bekommt sie zu Gesicht. In der Regel haben sie einen dunklen, schlanken und länglichen Rumpf mit sechs Beinen. Da sie sehr leichtscheu sind, huschen sie oft bei Lichteinstrahlung unter das Gefieder, wenn man die Schwungfedern eines betroffenen Tieres auseinander schiebt. Federlinge leben nicht nur ständig im Gefieder, sondern pflanzen sich dort auch fort. Ist der Befall mit Federlingen eher stark, erkennt man dies an zerrupften und abgenagten Federn. Die Tiere leiden an Juckreiz und damit verbundenem Schlafmangel. Bei Wellensittichen und auch den meisten anderen Sitticharten kommen Federlinge eher selten vor. Hauptsächlich sind Wildvögel und Tauben befallen, aber auch in Gartenvolieren gehaltene Ziervögel können befallen sein. Die Behandlung von Federlingen erfolgt meist mit Kontaktinsektiziden in Form von Puder. Auch hier kann das Präparat Exner Petguard zum Besprühen des Gefieders genutzt werden.
Milben
Rote Vogelmilbe
Die rote Vogelmilbe erreicht eine Größe von 0,7 bis 1,1 Millimetern. Nachts Krabbelt sie mit ihren acht Beinen über den Körper des Vogels und ernährt sich von dessen Blut. Aufgrund der Nachtaktivität dieser Milbe kann sie tagsüber nicht am Vogel nachgewiesen werden. Der Befall macht sich durch nächtliche Unruhe und häufiges Kratzen bemerkbar. Dadurch schläft der Vogel am Tag viel und wirkt auch matt und lustlos. Um der roten Vogelmilbe vorzubeugen, muss der Käfig und die Umgebung (einschließlich Zubehör) von den Milben befreit werden.
Nordische Vogelmilbe
Aufgrund ihrer Körpergröße von nur 0,8 Millimetern ist die nordische Vogel-milbe mit dem bloßen Auge kaum erkennbar. Auch sie hat acht Beine sowie einen schmalen, birnenförmigen Körper. Sie hat eine gelblich bis bräunliche Färbung, nach der Aufnahme von Blut wirkt sie dunkelbraun bis schwarz. Vögel, die befallen sind, kratzen sich oft, schlafen unruhig, wirken matt und haben teilweise kahle Stellen am Körper. In der Regel sind Wildvögel befallen, im Haus gehaltene Tiere können aber von Tieren aus Außenvolieren angesteckt werden.
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Grabmilben (Räudemilben)
Grabmilben ernähren sich von den lebenden und abgestorbenen Hautschüppchen der Papageien. Die Kopfregion (vor allem Schnabel, Augenlider und Wachshaut) sowie Beine und Füße sind hauptsächlich von den Milben befallen.
Luftsackmilben
Mit einer Körpergröße von gerade mal 0,7 Millimetern ist die Luftsackmilbe für das menschliche Auge fast unsichtbar. Diese Parasiten fühlen sich im feuchtwarmen Milieu der Luftröhre sowie der Luftsäcke sehr wohl, wenn man sie nicht mit Medikamenten bekämpft. Mit der Zeit hören Papageien bei einem Befall mit Luftsackmilben mit dem singen und pfeifen auf und klingen irgendwann nur noch heiser. Weiter stellen sich Atemprobleme verbunden mit Schwanzwippen ein. Weil die Tiere kaum Luft bekommen, keuchen sie teilweise minutenlang. Geht die Krankheit dem Endstadium entgegen, ist der Vogel zu schwach zum Atmen und stirbt meist qualvoll, weil er an den Milben erstickt, die in großer Zahl die Luftröhre verschließen.



