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Ornithose Psittakose

Ornithose Psittakose

Hierbei handelt es sich um die bekannte Papageienkrankheit. Die Krankheit wird durch Erreger der Psittakose-Ornithose-Virusgruppe verursacht. Der Krankheitserreger wird durch Nasenschleimhaut und Speichel oder durch kothaltigen Staub von Vogel zu Vogel (oder auch auf Menschen) übertragen. Das Virus haftet auch am Gefieder und wird beim herumfliegen verbreitet. Hauptsächlich Jungtiere werden von der Papageienkrankheit befallen. Die ersten Krankheitserscheinungen sind nach ein bis zwei Wochen zu beobachten. Zu Beginn zeigen sich Entzündungserscheinungen in den oberen Luftwegen mit Nasenfluss. Entzündung und Schwellung der Augenlider sowie eine Darmerkrankung kommen dazu. Atemnot, Abmagerung, Durchfall, Schlafsucht, Krämpfe und Lähmungen sind weitere Beschwerden. In acht bis neun Tagen führt ein bösartiger Krankheitsverlauf zum Tod des Tieres. Monate- oder gar jahrelang beherbergen Vögel den Krankheitserreger bei gutartigem oder stummem Krankheitsverlauf. Der Erreger wird dann mit Kot, Nasenausfluss und Speichel ausgeschieden und kann so eine ständige Gefahr für andere Tiere oder auch für Menschen darstellen. Da alle folgenschweren Erkrankungen des Menschen vorwiegend auf durch Papageien, Wellensittiche oder Sittiche ausgeschiedene Erreger zurückgeführt werden können, richtet sich gegen diese Tiere auch vorwiegend die Seuchenbekämpfung. Für sämtliche Papageien und Sittiche aus dem Ausland besteht deshalb aufgrund einer möglichen Einschleppung des Erregers ein Einfuhrverbot. Unter strengen veterinarpolizeilichen Auflagen kann das Innenministerium aber Ausnahmen zulassen.