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Viruserkrankungen

Viruserkrankungen bei Papageien

Französische Mauser

Die französische Mauser (so genannte Rennerkrankheit) zeigt sich bereits bei nestjungen Papageien. Kurz bevor diese Flügge werden, verlieren sie ihre Schwanz- und Schwungfedern teilweise oder ganz und werden damit flugunfähig. Die französische Mauser kann entweder chronisch oder akut verlaufen. Ist sie akut, zeigen sich schon nach wenigen Tagen Symptome wie Zittern, Schwäche und Appetitlosigkeit. Auch Hautverfärbungen (gelb) sowie Blutungen in Unterhaut und an Federfollikeln können gelegentlich beobachtet werden. Meist sterben die erkrankten Nestlinge sehr früh. Bei Wellensittichen verläuft die Krankheit sehr drastisch, bei Papageien ist der Verlauf weniger heftig. Bei älteren Nestlingen oder ausgewachsenen Tiere ist in der Regel eine chronische Verlaufsform zu beobachten. Obwohl die Vögel das Virus ständig in sich tragen, überleben sie. Nach jeder Mauser verlieren die Tiere Federn – meist die nachwachsenden Schwung- und Schwanzfedern. Aufgrund des Federverlustes werden die Tiere flugunfähig. Deshalb werden sie meist auch als „Renner“ oder „Hopser“ bezeichnet. Obwohl sich durch die französische Mauser eine „Behinderung“ haben, sind sie dennoch sehr aktiv und lebensfroh.

Federkrankheit

Bei der Federkrankheit (PBFD – Psittacine Beak and Feather Disease) handelt es sich um eine sehr ansteckende Krankheit. Viele Papageien leben über Jahre hinweg ohne Symptome, können aber andere Papageien über ihren Gefiederstaub anstecken.
Die Krankheit taucht häufiger bei Jungtieren als bei älteren Tieren auf, denn ihr Immunsystem ist noch nicht so gut ausgebildet. Auffällig an der Krankheit ist die Tatsache, dass die Federn bei Jungtieren fast staubfrei sind und bei älteren Tieren keine Schmerzreaktion beim Ausziehen einer Feder erfolgt.Neben den Puderdunen sind oft auch die Rücken- und Schwungfedern stark betroffen, am Federkiel kann meist auch schwarz eingetrocknetes Blut festgestellt werden. Die Federn wachsen zwar meist wieder nach, fallen allderings auf halber Länge wieder aus. Der Virus lässt nachwachsende Federn oft verdreht und brüchig werden. Ist die Krankheit extrem fortgeschritten, sehen die Tiere meist nackt aus und es wachsen so gut wie keine Federn mehr nach.

Dreherkrankheit

Bei dieser Krankheit können zentralnervöse Störungen wie Drehbewegungen, Zittern, Kopfschiefhaltung, Abmagerung oder Erschöpfung beobachtet werden. Betroffene Tiere fliegen meist im Kreis und haben Probleme, an ihren Sitzplatz zurückzufinden.