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Oft kann man Vögel mit kahlen Stellen an Brust und Bauch sehen, die Haut an diesen Stellen ist meist gerötet oder gar entzündet. Durch das ausrupfen der eigenen Federn entstehen diese kahlen Stellen. Fühlt sich der Vogel alleine und einsam, wird dieses Verhalten in der Regel ausgelöst. Papageien, die stark auf den Menschen geprägt sind und einzeln gehalten werden, werden deshalb auch meist zum Federrupfer. Durch die wenige Zeit, die Besitzer mit den Tieren verbringen, beginnen sie mit dem ausrupfen der Federn. Dem Federrupfen kann man oft schon durch Vergesellschaftung mit einem zweiten Tier entgegenwirken. Meist hört dieses Verhalten dann langsam von alleine auf. Machen die Tiere trotzdem mit dem Federrupfen weiter, ist allein die Gesellschaft anderer Vögel nicht ausreichend – eine Möglichkeit, dann noch Abhilfe zu schaffen, ist die Unterbringung in einer großen Voliere mit vielen Artgenossen. Wer keine Möglichkeiten hat, seinen Papagei in Gesellschaft zu bringen, sollte ihm zumindest ausreichende Beschäftigungsmöglichkeiten bieten. Dies kann man tun, indem man dem Tier Äste, Tannenzapfen, Kartonrollen oder auch Sisalseile anbieten. Damit spielen Papageien sehr gern. Helfen weder Beschäftigung noch Vergesellschaftung mit anderen Tieren, kann man als letzte Möglichkeit im Zoofachgeschäft bitter schmeckende Sprays kaufen, die auf die entsprechende Stelle gesprüht werden und die Tiere vom Rupfen abhalten sollen. Um nicht mehr an die Federn heranzukommen, werden von einigen Tierärzten auch Halskrausen angelegt. Bevor man aber zu solchen Mitteln greift, sollte man immer die Haltungsbedingungen überdenken.