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Jeder Sittich und jeder Papagei kann einmal einen Knochenbruch erleiden. In der Regel sind die Ursachen Unfälle (Flug gegen Wand oder Scheibe, Einklemmen in Türen o. ä.), Beißereien mit Artgenossen oder auch Osteoporose. Je nach Bruch wird der entsprechende Teil des Körpers nicht mehr belastet (i. d. R. bei Beinbrüchen zu beobachten), Flügel können eine Fehlstellung aufweisen. Bei Brüchen der Wirbelsäule mit einer Schädigung des Rückenmarks treten meist Bewegungsstörungen in Form von Lähmungen auf. Ist das Rückenmark nicht geschädigt, fehlen oft Symptome und der Bruch wird anfangs gar nicht bemerkt. Knochenbrüche müssen innerhalb von zwei Tagen von einem vogelkundigen Tierarzt behandelt werden, da die Gefahr recht groß ist, dass die Knochen sonst nicht mehr richtig zusammen wachsen und vor allem Beine oder Flügel nicht mehr richtig genutzt werden können.
Federn rupfen, Aggressionen (gegenüber anderen Vögeln und/oder Menschen), Schreiben, abnormes Sexualverhalten oder Ablehnung anderer Vögel sind so genannte Fehlprägungen. Diese können bei allen Sittichen und Papageien vorkommen. Als mögliche Ursachen können Handaufzucht (Aufzucht von anderen Vögeln isoliert, dadurch starke Prägung auf den Menschen bzw. einen einzelnen Menschen und teilweise Beschützerinstinkt) und Einzelhaltung genannt werden. Federn rupfen oder auch Schreiben sind dann immer Anzeichen für Langeweile, allgemeine Unzufriedenheit oder auch Verlustangst und sollten als Alarmzeichen gesehen werden. Um Fehlprägungen vorzubeugen, sollten die Haltungsbedingungen möglichst eingehalten oder gar verbessert werden. Papageien sollten nicht einzeln gehalten werden, viel Platz sowie ausreichend geeignetes Spielzeug geboten bekommen.